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Beim Biogas handelt es
sich um ein brennbares Gas. Es entsteht wenn Biomasse vergärt und
wird in entsprechenden Biogasanlagen hergestellt. Um Biomasse zu
gewinnen werden Abfälle aber auch nachwachsende Rohstoffe vergoren.
Eingesetzt wird Biogas zur Erzeugung von elektrischer Energie und zum
Betrieb von Fahrzeugen. Des Weiteren wird Biogas in das
Gasversorgungsnetz eingespeist. Um Biogas zu verwerten ist der
Methananteil sehr wichtig. Durch dessen Verbrennung wird Energie
freigesetzt.
Folgende Materialien
werden zur Gewinnung von Biogas verwendet:
- Reststoffe wie Klärschlamm, Bioabfall, Speisereste
- Wirtschaftsdünger (Gülle, Mist)
- ungenutzte Pflanzen und Pflanzenteile (Pflanzenreste)
- gezielt angebaute Pflanzen (sog. nachwachsende Rohstoffe).
Dabei ergeben nicht alle
Ausgangsstoffe die gleiche Menge an Biogas und haben einen
unterschiedlich hohen Gehalt an Methan. Der größte Lieferant von
Biomasse ist die Landwirtschaft, da hier ein Großteil der Rohstoffe,
vor allem Pflanzenreste, sowieso anfallen und das mehr oder weniger
kostenlos. Dies ist auch der Grund, warum es oftmals Landwirte sind,
die sich eine Biogasanlage anschaffen. Gleichzeitig stehen Landwirte
im Zusammenhang mit Biogas auch immer wieder in der Kritik.
Kritisiert wird, dass sie gezielt Rohstoffe für den Biogasgewinn
anbauen und daher weniger für die Nahrungsmittelproduktion getan
wird.
Biogas und die Umwelt
Beim Methan handelt es
sich um ein wichtiges Treibhausgas, sodass nur die konsequente
Prüfung der Dichtigkeit der Biogasanlagen zum Klimaschutz beitragen
kann. Grundsätzlich sind Biogasanlagen nicht vollständig dicht,
denn u.a. müssen sie für Wartungsarbeiten zugänglich bleiben.
Damit kann niemals ausgeschlossen werden, dass Methan entweicht. Das
Bedenkliche: Methan hat eine 25- bis 30-mal stärker aufheizende
Wirkung als CO2.
Auf der anderen Seite
verfügt Biogas in der sog. Kraft-Wärme-Kopplung die beste
Klimabilanz auf. Kraft-Wärme-Kopplung bedeutet, dass Biogas
gleichzeitig zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt wird. Zudem
verbrennt Biogas klimaneutral, denn das entstehende CO2 wurde zuvor
aus der Luft gebunden.
Landwirte, die
Biogasanlagen betreiben, nutzen es meist auch selbst. Daneben ist es
ein Teil des Energiemixes aus erneuerbaren Energien. Vorteilhaft
erweist sich dabei, dass Biogas immer vorhanden ist, da es nicht von
der Sonne oder dem Wind abhängig ist, wie es bei anderen
erneuerbaren Energieträgern der Fall ist. Des Weiteren kann Biomasse
und auch Biogas gespeichert werden.
Genutzt werden kann die
Energie aus Biogas durch:
- Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) vor Ort: d.h. das Biogas wird in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Dabei wird der Strom komplett ins Netz eingespeist, während die Wärme zu 60% vor Ort verbraucht.
- Einspeisung + KWK: d.h. das Biogas wird so aufbereitet, dass es Erdgasqualität besitzt. Anschließend wird es ins Erdgasnetz eingespeist und an anderen Orten in einem BHKW zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Hierbei wird der Strom komplett ins Netz eingespeist, während die Wärme zu 100% vor Ort verbraucht wird.
- thermische Nutzung: d.h. das Biogas bekommt Erdgasqualität, wird ins Erdgasnetz eingespeist und an einem anderen Ort mithilfe von einem Erdgasheizkessel zu Wärme gewandelt. Eine Produktion von Strom entfällt.
- elektrische Nutzung: d.h. das Biogas wird zur Erzeugung von Strom in einem BHKW genutzt. Anschließend wird der Strom zu 100% ins Netz eingespeist, während die entstehende Wärme ungenutzt bleibt.
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