Donnerstag, 30. Januar 2014

Erneuerbare Energien: Windenergie im Peiner Land

Uwe Schlick  / pixelio.de
Die Windenergie ist eine sehr wichtige Säule der erneuerbaren Energien. Auch im Landkreis Peine sind hier und da große Windräder zu sehen, denn nicht nur an der Küste – wo es meist wesentlich windiger ist – gibt es attraktive Standorte für Windräder, sondern auch im Landesinneren. Aufgrund von technischen Verbesserungen ist die Ausbeute von Windenergie im Landesinneren immer größer. Auch wenn allen klar ist, dass verstärkt auf erneuerbare Energien gesetzt werden muss, ist der Ausbau der Windenergie immer wieder Grund zu Diskussionen.

Im Landkreis Peine ist derzeit das geringste Flächenpotenzial für den Ausbau von Windenergie gegeben. Begründet ist dies darin, dass geeignete Flächen bereits genutzt werden. Daher gilt es eher kleinere und veraltete Anlagen durch leistungsstärkere Windkraftanlagen zu ersetzen. Doch auch der Ausbau wird im Landkreis verfolgt.

Ende letzten Jahres fand eine Informationsveranstaltung im Peiner Forum statt, aus der hervorging, dass in den kommenden Jahren bis zu 100 neue Windräder im Landkreis Peine und im Großraum Braunschweig entstehen könnten. Bereits 2011 hatte der Zweckverband Großraum Braunschweig mit den Planungen begonnen. 53 Standorte im Landkreis Peine standen zur Debatte. Nach eingehender Prüfung blieben Standorte im Südkreis übrig. Des Weiteren wurde berichtet, dass es komplett neue Standorte im Landkreis Peine nicht geben wird und eventuell sogar bereits bestehende Standorte wegfallen, da sie zu klein sind.
In Frage kommt das Gebiet bei Bierbergen, dass um rund 80 Hektar erweitert werden könnte. Bei Mehrum wäre es möglich, das Gebiet um 38 Hektar zu erweitern. Bei Groß Lafferde soll die größte neue Fläche mit 136 Hektar enstehen.




Mittwoch, 22. Januar 2014

Strom- und Gasvergleich: worauf ist zu achten?

Petra Bork  / pixelio.de
Seit Jahren schon steigen die Energiekosten kontinuierlich an. Eigentlich sind die Deutschen sehr preisbewusst, doch wenn es um den Strom- und Preisvergleich geht, sind sie eher zurückhaltend. Eher werden die hohen Kosten hingenommen, denn einen Anbieterwechsel nehmen nur Wenige in Anspruch. Dabei könnte man durch die Wahl des richtigen Anbieters kräftig sparen. Für Sie haben wir einmal zusammengefasst, worauf Sie bei einem Strom- und Gasvergleich achten müssen.

Möglichkeiten zum Wechseln gibt es viele, denn durch die Liberalisierung des deutschen Strom- und Gasmarktes hat sich die Anzahl der Energieanbieter um einiges erhöht. Aus dem Angebot von rund 700 Anbietern können deutsche Haushalte wählen und dabei viel günstigere Konditionen erhalten, als es beim örtlichen Grundversorger der Fall ist. Damit verbunden ist aber auch die Tatsache, dass Verbraucher die Qual der Wahl haben und das wiederum sorgt für ein zögerliches verhalten. Viele Verbraucher haben Angst plötzlich ohne Licht oder Heizung dazustehen. Viele denken aber auch, dass es keinen Unterschied macht, wer Gas oder Strom liefert. Geschürt wird die Angst auch, weil es immer wieder Negativschlagzeilen über insolvente Energielieferanten gibt.

Jedoch ist der Wechsel recht einfach und risikolos. Es ist nämlich völlig egal was passiert, im Fall der Fälle ist der örtliche Grundversorger gesetzlich verpflichtet, Haushalte mit Energie zu versorgen. Des Weiteren verläuft der Wechsel übergangslos. Der Haushalt bekommt davon gar nichts mit, außer dass die Rechnung geringer ist.

Der Wechsel in fünf Schritten:
  1. Informieren Sie sich über Ihren individuellen Verbrauch und die damit verbundenen Kosten. Die Informationen finden Sie auf der letzten Abrechnung.
  2. Beim Vergleich von Strom und Gas geben Sie diese Daten in Kombination mit Ihrer Postleitzahl in den Vergleichsrechner ein. Innerhalb von Sekunden können Sie nun ersehen, welche Kosten bei anderen Anbietern auf Sie zukommen.
  3. Damit Sie nicht auf angebliche Schnäppchen hereinfallen, sollten Sie unbedingt das Kleingedruckte Lesen. Nicht selten sind Billigtarife aufgrund ihrer undurchsichtigen Kostenstruktur nicht wirklich fair. Schauen Sie sich vor allem Details wie Vorauskassen oder Kautionen genau an. Nicht selten binden Sie sich an einen extrem günstigen Anbieter auch gleich über mehrere Jahre. Experten raten an dieser Stelle eher auf Verträge zu setzen, die eine Mindestvertragslaufzeit von nicht mehr als zwölf Monaten haben. Die Kündigungsfrist sollte höchstens acht Wochen betragen.
  4. Der eigentliche Wechsel ist ganz einfach und kann meist im Internet oder per Telefon erfolgen. Alle weiteren Formalitäten übernimmt dann der neue Anbieter. Er meldet Sie beim bisherigen Versorger ab. Achten Sie aber trotzdem auf die Kündigungsfristen des alten Vertrags und haken Sie ggf. nach, ob die Abmeldung wirklich erfolgt ist.
  5. Mehr müssen Sie nicht beachten. Technische Umstellungen sind nicht erforderlich. Des Weiteren müssen Sie auch keine Angst vor einer eventuellen Pleite des neuen Lieferanten haben, denn in diesem Fall ist Ihr Grundversorger vor Ort gesetzlich verpflichtet einzuspringen.
Wollen Sie sich mit dem Vergleich der Strom- und Gasanbieter nicht beschäftigen, dennoch jeden Monat mehr Geld in der Haushaltskasse haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an das Team von servenergy.

Donnerstag, 16. Januar 2014

Biogas – was ist darunter eigentlich genau zu verstehen?

Wilhelmine Wulff  / pixelio.de
Beim Biogas handelt es sich um ein brennbares Gas. Es entsteht wenn Biomasse vergärt und wird in entsprechenden Biogasanlagen hergestellt. Um Biomasse zu gewinnen werden Abfälle aber auch nachwachsende Rohstoffe vergoren. Eingesetzt wird Biogas zur Erzeugung von elektrischer Energie und zum Betrieb von Fahrzeugen. Des Weiteren wird Biogas in das Gasversorgungsnetz eingespeist. Um Biogas zu verwerten ist der Methananteil sehr wichtig. Durch dessen Verbrennung wird Energie freigesetzt.

Folgende Materialien werden zur Gewinnung von Biogas verwendet:
  • Reststoffe wie Klärschlamm, Bioabfall, Speisereste
  • Wirtschaftsdünger (Gülle, Mist)
  • ungenutzte Pflanzen und Pflanzenteile (Pflanzenreste)
  • gezielt angebaute Pflanzen (sog. nachwachsende Rohstoffe).
Dabei ergeben nicht alle Ausgangsstoffe die gleiche Menge an Biogas und haben einen unterschiedlich hohen Gehalt an Methan. Der größte Lieferant von Biomasse ist die Landwirtschaft, da hier ein Großteil der Rohstoffe, vor allem Pflanzenreste, sowieso anfallen und das mehr oder weniger kostenlos. Dies ist auch der Grund, warum es oftmals Landwirte sind, die sich eine Biogasanlage anschaffen. Gleichzeitig stehen Landwirte im Zusammenhang mit Biogas auch immer wieder in der Kritik. Kritisiert wird, dass sie gezielt Rohstoffe für den Biogasgewinn anbauen und daher weniger für die Nahrungsmittelproduktion getan wird.

Biogas und die Umwelt

Beim Methan handelt es sich um ein wichtiges Treibhausgas, sodass nur die konsequente Prüfung der Dichtigkeit der Biogasanlagen zum Klimaschutz beitragen kann. Grundsätzlich sind Biogasanlagen nicht vollständig dicht, denn u.a. müssen sie für Wartungsarbeiten zugänglich bleiben. Damit kann niemals ausgeschlossen werden, dass Methan entweicht. Das Bedenkliche: Methan hat eine 25- bis 30-mal stärker aufheizende Wirkung als CO2.

Auf der anderen Seite verfügt Biogas in der sog. Kraft-Wärme-Kopplung die beste Klimabilanz auf. Kraft-Wärme-Kopplung bedeutet, dass Biogas gleichzeitig zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt wird. Zudem verbrennt Biogas klimaneutral, denn das entstehende CO2 wurde zuvor aus der Luft gebunden.

Nutzung von Biogas

Landwirte, die Biogasanlagen betreiben, nutzen es meist auch selbst. Daneben ist es ein Teil des Energiemixes aus erneuerbaren Energien. Vorteilhaft erweist sich dabei, dass Biogas immer vorhanden ist, da es nicht von der Sonne oder dem Wind abhängig ist, wie es bei anderen erneuerbaren Energieträgern der Fall ist. Des Weiteren kann Biomasse und auch Biogas gespeichert werden.
Genutzt werden kann die Energie aus Biogas durch:
  • Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) vor Ort: d.h. das Biogas wird in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Dabei wird der Strom komplett ins Netz eingespeist, während die Wärme zu 60% vor Ort verbraucht.
  • Einspeisung + KWK: d.h. das Biogas wird so aufbereitet, dass es Erdgasqualität besitzt. Anschließend wird es ins Erdgasnetz eingespeist und an anderen Orten in einem BHKW zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Hierbei wird der Strom komplett ins Netz eingespeist, während die Wärme zu 100% vor Ort verbraucht wird.
  • thermische Nutzung: d.h. das Biogas bekommt Erdgasqualität, wird ins Erdgasnetz eingespeist und an einem anderen Ort mithilfe von einem Erdgasheizkessel zu Wärme gewandelt. Eine Produktion von Strom entfällt.
  • elektrische Nutzung: d.h. das Biogas wird zur Erzeugung von Strom in einem BHKW genutzt. Anschließend wird der Strom zu 100% ins Netz eingespeist, während die entstehende Wärme ungenutzt bleibt.

Mittwoch, 8. Januar 2014

Das deutsche Stromnetz soll besser mit Nachbarländern verknüpft werden

Rainer Sturm  / pixelio.de
Damit das deutsche Stromnetz sicherer wird, sollen die Verbindungen nach Osten und Norden ausgebaut werden. Daher plant der ostdeutsche Stromnetzbetreiber 50Hertz den Ausbau seiner Verbindungen in die Tschechische Republik, nach Polen, Dänemark und Schweden, berichtet die „Zeit“ in ihrer Onlineausgabe. Das deutsche Stromnetz soll durch das sog. „Ostseenetz“ sicherer werden, heißt es weiter.

Der Vorstandsvorsitzende von 50Hertz, Boris Schucht, erklärte gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass die Verbindungen nach Norden und Osten zur Versorgungssicherstellung und vor allem für das Gelingen der Energiewende äußerst wichtig seien. Um den Ausbau regenerativer Energien effizient zu gestalten, müsse der Ökostrom, der in Deutschland nicht verwertet werden kann, so wirtschaftlich wie möglich an ausländische Kunden verkauft werden. Gleichzeitig darf aber die Stabilität deren Stromnetze nicht gefährdet werden.

Die „FAZ“ schreibt in diesem Zusammenhang, dass 50Hertz zahlreiche Vorteile daraus zieht. So kann nämlich in Zukunft der Stromhandel mit Polen betrieben werden. Das war bislang nicht möglich, da die Leitung aus Deutschland wegen einem plötzlich anfallenden Windstrom freigehalten werden musste. Damit war sie für Importe aus Polen nicht frei. Durch den Ausbau der Leitung über die Ostsee kann zudem eine Verbindung mit den riesigen Wasserkraftpotentialen Schwedens und Norwegens hergestellt werden. So kann überschüssiger Strom aus Windenergie nach Skandinavien verkauft werden, wenn dort zeitweise kein Wasserstrom produziert wird. Durch den Wasserstrom aus Schweden wiederum können Nachfragespitzen in Deutschland ausgeglichen werden. Deutschland profitiert schon heute von einer Leitung von Lübeck ins schwedische Malmö.


Vorteile ergeben sich daraus auch für deutsche Stromkunden, da diese Projekte ohne Subvention auskommen. Die Kabel finanzierten sich allein durch den Handel. Und auch so scheint der Anschluss an Skandinavien sehr lukrativ zu werden, denn auch wenn sich der Ausbau des Ökostrom verlangsamt, fällt durch Windräder und Photovoltaikanlagen immer noch überschüssiger Strom an.