Samstag, 28. September 2013

EEG-Umlage: Mehrkosten in Milliardenhöhe in 2014

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Wenn in 2014 die EEG-Umlage (Erneuerbare-Energien-Umlage) auf sieben Cent pro Kilowattstunde steigt, dann müssen deutsche Stromkunden mit Mehrkosten von rund 2,8 Millionen Euro rechnen, wie das unabhängige Vergleichsportals CHECK24 mitteilte. Ein Vier-Personen-Haushalt mit einem Stromverbrauch von 5.000 Kilowattstunden (kWh) jährlich, müsste dann ca. 103 Euro mehr zahlen als bislang. Es geht also weiter mit den Kostenexplosionen im Strombereich, sind diese doch erst im ersten Halbjahr 2013 um durchschnittlich ca. 13 Prozent gestiegen. Ausschlaggebend dafür war u.a. die Erhöhung der EEG-Umlage zum Jahresbeginn. Von 3,59 Cent pro Kilowattstunde stieg sie auf derzeit 5,27 Cent pro kWh. Seit der Öffnung des Energiemarktes (1998) stieg der Preis für Strom um 68 Prozent und ein Ende der Preissteigerungen ist nicht abzusehen.
Die Stromanbieter sind für den Preisanstieg nicht alleine verantwortlich. Die Kosten, die beeinflusst werden können - Erzeugung, Vertrieb oder Transport – sind nämlich in den letzten fünf Jahren eher konstant geblieben bzw. nur um rund elf Prozent angestiegen. Die Steuern und Abgaben auf Strom jedoch haben sich um 243 Prozent erhöht. Somit machen derzeit Steuern und Abgaben mehr als die Hälfte des Strompreises aus.

Das ist die EEG-Umlage
Dabei ist die EEG-Umlage der größte Kostenfaktor. Die staatliche Umlage dient der Subventionierung von Ökostrom. Hintergrund ist der Plan der Bundesregierung, dass bis zum Jahre 2020 mehr als ein Drittel des Stroms aus erneuerbaren Energien gewonnen werden soll. Bisher sind es nur 25 Prozent des Stroms, der aus erneuerbaren Energien gewonnen wird. Da die erneuerbaren Energien als „die“ geeignete Alternative zur Energieversorgung aus fossilen Rohstoffen und Atomenergie gilt, ist es klar, das diese Energiegewinnung irgendwie gefördert werden muss. Eben dies passiert durch die EEG-Umlage, durch die Betreiber von Solaranlagen und Windrädern mit Strom aus erneuerbaren Energien eine Vergütung erhalten. Da diese Vergütung nicht alleine durch die Preise für Ökostrom, die an der Strombörse erzielt werden, gedeckt werden, muss die Differenz durch die EEG-Umlage gedeckt werden. Und diese Umlage müssen alle Stromverbraucher bezahlen. Wie hoch die Umlage für Ökostrom ist, legen die vier Betreiber der Übertragungsnetze fest und publizieren die Höhe für das Folgejahr immer am 15. Oktober.

Warum steigt die EEG-Umlage?
Nach Angaben des BDEW ist die EEG-Umlage innerhalb von nur einem Jahr von 14,1 Milliarden auf den Rekordwert von 20,4 Milliarden angestiegen. Verantwortlich dafür ist der vergleichsweise starke Ausbau der Solarstromproduktion.
Den Großteil der Umlage bezahlen die Privathaushalte. Hinzu kommen die Kosten von Industrie, Gewerbe und Handel, denn diese müssen ebenfalls die EEG-Umlage zahlen, wälzen die Kosten aber auf die Verbraucher über die Produktpreise ab. Unternehmen mit energieintensiven Industrien können sich von der EEG-Umlage freistellen lassen, damit sie international wettbewerbsfähig bleiben. Und es sind immer mehr Unternehmen, die einen Rabatt auf die EEG-Umlage beantragen, denn die Bedingungen für Rabatte wurden vereinfacht. Alle Unternehmen, die jährlich mindestens 1 Gigawatt Strom verbrauchen und deren Energiekosten mindestens 14 Prozent des Bruttoumsatzs betragen, können seit dem 1. Januar 2012 den Rabatt beantragen.

Damit müssen nicht nur Klein- und Mittelständler für die Vergünstigungen der Industrie aufkommen, sondern vor allem auch wieder der Verbraucher. Es bleibt also wieder nur eines: Preise der Stromanbieter vergleichen und schauen, wo noch der ein oder andere Euro gespart werden kann und das am Besten nicht nur einmalig, sondern jedes Jahr aufs Neue. Servenergy, Ihr Energieoptimierer, hilft Ihnen gerne dabei. Setzen Sie sich einfach mit uns in Verbindung.

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