Mittwoch, 25. September 2013

Kraft-Wärme-Kopplungsanlage – was ist das genau?

Cristine Lietz  / pixelio.de 
Als Ihr Energieoptimierer möchten wir Ihnen nicht nur dabei helfen, viel Geld im Jahr zu sparen. Wir möchten Sie auch über Themen rund um Strom, Energie, Wärme und Co. informieren. Daher haben wir heute einige interessante Fakten zum Thema „Kraft-Wärme-Kopplungsanlage“ und „Blockheizkraftwerk“ zusammengestellt.

Unter der Kraft-Wärme-Kopplung, kurz KWK versteht man die gleichzeitige Gewinnung von mechanischer Energie, die in Strom gewandelt wird, und nutzbarer Wärme zum Heizen bzw. für Produktionsprozesse, in einem Heizkraftwerk. KWK-Kraftwerke stellen also Wärme für das Heizen von öffentlichen und privaten Gebäude zur Verfügung und sie können auch Unternehmen mit Prozesswärme versorgen, was z.B. in der chemischen Industrie bereits weit verbreitet ist. Eine der vielen Besonderheiten ist dabei, dass die Abgabe von ungenutzter Wärme an die Umgebung vermieden wird.

KWK-Kraftwerke auch im privaten Bereich immer beliebter
Kleinere KWK-Anlagen werden für die Versorgung von einzelnen Wohngebieten immer wichtiger. Auch für die Beheizung von einzelnen Mehrfamilienhäusern und sogar für Einfamilienhäuser spielt diese Energiegewinnung und Verwertung in den nächsten Jahren eine immer wichtigere Rolle. In diesem Fall werden die „Kraftwerke für den Hausgebrauch“ Blockheizkraftwerke, kurz BHKW, genannt.
Blockheizkraftwerke sind modular aufgebaute Anlagen, mit denen Energie und Wärme gewonnen wird und die vorzugsweise am Ort des Wärmeverbrauchs betrieben werden. Es gibt unterschiedliche Antriebe für die Stromerzeugung, wie beispielsweise Verbrennungsmotoren (Diesel-, Pflanzenöl- oder Gasmotoren, Gasturbinen, Brennstoffzellen, Stirlingmotoren). Bei der Gewinnung von Strom in einer solchen Anlage entsteht Wärme, die nicht in der Umgebung verpufft, sondern die gleich zum Heizen genutzt wird. Es handelt sich also, vereinfacht erklärt, um ein geschlossenes System zur Strom- und Wärmeerzeugung.

Die Vorteile
  • verminderter Brennstoffbedarf zur Bereitstellung von Strom und Wärme
  • Reduzierung von Schadstoffemissionen,
  • Förderung durch „Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz“ und „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ beschleunigt den Ausbau erneuerbarer Energien,
  • weniger Strombedarf, da Strom selbst produziert wird,
  • Verringerung des Primärenergiebedarfs,
  • verbesserte Energieeffizienz durch Nutzung von thermischer und mechanischer Energie,
  • erweiterte Nutzungsmöglichkeiten für regenerative Energien,
  • herkömmliche Großkraftwerke geben 60 Prozent der dort eingesetzten Brennstoffenergie nutzlos als Wärme ab; Blockheizkraftwerken nutzen diese Wärme und haben damit ein enorm hohes Sparpotential
  • Großkraftwerke besitzen einen Wirkungsgrad von 35 Prozent, BHKW von 90 Prozent.


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