Mittwoch, 18. Juni 2014

News: Explosion an Gasleitung Richtung Europa in Ukraine

Carsten Grunwald  / pixelio.de 
Wie DIE WELT am gestrigen Dienstag berichtete, hat sich an einer Erdgasleitung in der Ukraine in Richtung Europa eine Explosion ereignet. Verletzt wurde dabei niemand. Jedoch gibt es laut Außenministerium Hinweise auf einen terroristischen Akt.

Die Explosion ereignete sich an der auch als „Transsibirische Pipeline“ bekannten Urengoj-Pomari-Uschgorod-Leitung. Der ukrainische Innenminister Arsen Awakow erklärt, dass es aber Hinweise auf einen terroristischen Akt gäbe. Details nannte er nicht.
Die ukrainischen Medien zitieren den Minister allerdings mit „der Sabotageakt an der Gaspipeline sei ein weiterer Versuch seitens Russlands, die Ukraine als Partner auf dem Gassektor zu diskreditieren. Dies käme einer klaren Schuldzuweisung an Russland gleich.“
Augenzeugen berichteten von einer rund 200 Meter hohen Flamme, die aus dem Rohr geschossen sei. Wichtig für uns in Europa: nach Angaben des Pipeline-Betreibers Uktransgaz seien die Gaslieferungen nach Europa nicht betroffen.

Für die EU ist die Ukraine ein wichtiges Transitland für russisches Erdgas. Am Montag dieser Woche drehte Moskau der Ukraine den Gashahn zu. Das Nachbarland soll ab sofort nur gegen Vorkasse beliefert werden. Zuvor waren Verhandlungen zwischen den Ländern über noch nicht bezahlte Gasrechnungen und den künftigen Gaspreis gescheitert. Anschließend hatte der russische Staatskonzern Gazprom vor „möglichen Störungen“ bei Gaslieferungen in die EU gewarnt. Nun plant der staatlich-ukrainische Gaskonzern Naftogaz die Sicherheitsmaßnahmen aufzustocken. „Die Situation ist sehr alarmierend“, hieß es.

Aus Russland werden z.B. vom Sender Russia Today die Schuldvorwürfe zurückgewiesen. Man erinnerte daran, dass am 7. Mai 2007 der Gastransit aufgrund einer Explosion an der Leitung in der Nähe von Kiew gestoppt werden musste. Damals sei der Untergrund eingebrochen und es kam zu einem Druckabfall in der Leitung. Über zwei Wochen dauerten die Reparaturarbeiten, bis im Dezember 2007 die Pipeline an einer anderen Stelle nochmals explodierte.
Seit März diesen Jahres steht das Gasleitungs- und Gasverteilungssystem der Ukraine unter der besonderen Aufsicht der Nationalgarde und des ukrainischen Geheimdienstes. (Quelle)

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