Dienstag, 8. April 2014

Energiewende – so könnte es klappen

Cristine Lietz  / pixelio.de 
Wie lässt sich die Energiewende in Europa verwirklichen? Dieser Frage widmeten sich jetzt Wissenschaftler der Helmut-Schmidt-Universität. Sie untersuchten wie ein Netz von Energiespeichern aussehen müsste, denn die Energiewende in Europa kann aufgrund fehlender Speichermöglichkeiten für nachhaltige Energie nicht vollständig umgesetzt werden. Die Forscher berechneten dazu exemplarisch den Energiespeicherbedarf für sechs Länder, entwickelten zudem Richtlinien für die Konstruktion von Energiespeichern und gaben Empfehlungen für die Verbesserung der regulatorischen Rahmenbedingungen auf europäischer und nationaler Ebene.

Ziel ist es, bis 2020 in ganz Europa 20 Prozent des Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien zu nutzen. Möglich wird dies nur wenn es flächendeckend Energiespeicher gibt – was derzeit nicht der Fall ist. Erst dann kann die Energie aus Windkraft oder Photovoltaik gespeichert und dem Bedarf angepasst werden und erst dann ist von einer sicheren und nachhaltigen Stromversorgung der Verbraucher die Rede.

Das Projekt „stoRE“ untersuchte die Möglichkeiten eine Speicher-Infrastruktur zu schaffen, mit der sich die politisch geforderte Integration von erneuerbaren Energien im Elektrizitätsnetz verwirklichen lässt. Durch die Erneuerbare-Energien-Direktive der Europäischen Union (2009/28/EG) wird den Mitgliedsstaaten vorgeschrieben, dass sie neue Möglichkeiten zur Energiespeicherung erschließen müssen. Die Mitgliedsstaaten sind dazu aufgefordert, nationale Aktionspläne für erneuerbare Energien zu erarbeiten. stoRE, dass sich aus neun Partnern aus sieben Ländern zusammensetzt, hat es sich zum Ziel gesetzt, eine Übereinkunft zwischen Energieversorgern, Umweltorganisationen und Gesetzgebern über die Anpassung der europäischen Energie- und Marktstruktur zu erzielen. Es wurden Vorschläge auf europäischer Ebene erarbeitet, die jetzt in den Gremien der Europäischen Kommission diskutiert werden.

Nach dreijähriger Laufzeit endet das Projekt am 30. April 2014. Auf der Website www.store-project.eu können die veröffentlichten Ergebnisse eingesehen werden.



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