| Cristine Lietz / pixelio.de |
Wie lässt sich die
Energiewende in Europa verwirklichen? Dieser Frage widmeten sich
jetzt Wissenschaftler der Helmut-Schmidt-Universität. Sie
untersuchten wie ein Netz von Energiespeichern aussehen müsste, denn
die Energiewende in Europa kann aufgrund fehlender
Speichermöglichkeiten für nachhaltige Energie nicht vollständig
umgesetzt werden. Die Forscher berechneten dazu exemplarisch den
Energiespeicherbedarf für sechs Länder, entwickelten zudem
Richtlinien für die Konstruktion von Energiespeichern und gaben
Empfehlungen für die Verbesserung der regulatorischen
Rahmenbedingungen auf europäischer und nationaler Ebene.
Ziel ist es, bis 2020 in
ganz Europa 20 Prozent des Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien
zu nutzen. Möglich wird dies nur wenn es flächendeckend
Energiespeicher gibt – was derzeit nicht der Fall ist. Erst dann
kann die Energie aus Windkraft oder Photovoltaik gespeichert und dem
Bedarf angepasst werden und erst dann ist von einer sicheren und
nachhaltigen Stromversorgung der Verbraucher die Rede.
Das Projekt „stoRE“
untersuchte die Möglichkeiten eine Speicher-Infrastruktur zu
schaffen, mit der sich die politisch geforderte Integration von
erneuerbaren Energien im Elektrizitätsnetz verwirklichen lässt.
Durch die Erneuerbare-Energien-Direktive der Europäischen Union
(2009/28/EG) wird den Mitgliedsstaaten vorgeschrieben, dass sie neue
Möglichkeiten zur Energiespeicherung erschließen müssen. Die
Mitgliedsstaaten sind dazu aufgefordert, nationale Aktionspläne für
erneuerbare Energien zu erarbeiten. stoRE, dass sich aus neun
Partnern aus sieben Ländern zusammensetzt, hat es sich zum Ziel
gesetzt, eine Übereinkunft zwischen Energieversorgern,
Umweltorganisationen und Gesetzgebern über die Anpassung der
europäischen Energie- und Marktstruktur zu erzielen. Es wurden
Vorschläge auf europäischer Ebene erarbeitet, die jetzt in den
Gremien der Europäischen Kommission diskutiert werden.
Nach dreijähriger Laufzeit endet das Projekt am 30. April 2014. Auf der Website www.store-project.eu können die veröffentlichten Ergebnisse eingesehen werden.
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