Donnerstag, 24. April 2014

Thema Ökostrom - und wie ist Ihre Meinung?

Uwe Schlick  / pixelio.de 
Anfang März war auf der Webseite der Rheinischen-Post ein interessanter Artikel zum Thema„Ökostrom“ zu lesen. Dort hieß es „Zu wenig Fortschritt bei erneuerbarer Energie“. Deutsche Stromkunden würden ca. 24 Milliarden Euro für die Ökostromförderung in 2014 bezahlen. Autor Martin Kessler meint, dass sich Deutschland da ein sehr teures Experiment leisten würde. Das Land fördert mit jährlich 24 Milliarden Euro den Aufbau von erneuerbaren Energien, was die größte Subvention der deutschen Wirtschaftsgeschichte sei. Befürworter sehen die Summe gerechtfertigt, um in Deutschland eine moderne, ökologische und ökonomisch günstige Energieversorgung zu erhalten. Doch beachtet man, dass die Förderung mit 6,3 Cent pro Kilowattstunde (bei Preisen von 20 bis 28 Cent) nicht gerade günstig ausfällt und das Geld für die Erneuerbaren noch nicht einmal zu einer modernen Energieversorgung reicht, dann sieht das alles schon wieder anders aus.

Wir von Servenergy fragen daher Sie, liebe Leser: wie ist Ihre Meinung zum Thema Ökostrom? Nutzen Sie Ökostrom und wenn ja, warum? Sollte noch mehr Geld in die Energiewende gesteckt werden und wenn ja, wo soll es herkommen? Nutzen Sie einfach die Kommentarfunktion!


Ihr servenergy-Team

Dienstag, 22. April 2014

Kriterien zum energetischen Hausbau

Klaus-Uwe Gerhardt  / pixelio.de
Der energetische Hausbau ist im Zusammenhang mit stets steigenden Energiekosten immer wieder ein Thema. Vorab sei gesagt, auch bei einem älteren Haus ist es möglich, energetisch zu modernisieren und so dauerhaft die Energiekosten zu senken. Jedoch ist es einfacher und spart auch bares Geld, bereits beim vor dem Hausbau das Thema energetisches Bauen zu berücksichtigen. Vor dem Hausbau bedeutet dabei nicht erst wenn die Außentüren und Fenster ausgesucht werden. Energetisches Bauen beginnt bereit mit der Wahl des Grundstücks und mit der Art der Wärmedämmung. Es ist also sehr empfehlenswert, sich weit vor dem ersten Spatenstich damit auseinander zu setzen.

Wir haben für Sie die wichtigsten Kriterien zum energetischen Hausbau zusammengefasst. Einen sehr hoher Kostenfaktor stellt die Heizenergie dar. Bereits durch die Wahl des Baugrundstücks kann dabei auf die kommenden Kosten Einfluss genommen werden. Dem Gebäude sollte zukünftig durch Sonneneinstrahlung so viel Wärme wie möglich zur Verfügung stehen. Somit sollte also ein entsprechend geeignetes Grundstück gesucht werden, auf dem das Gebäude optimal ausgerichtet wird. Im Idealfall sind die Wohnräume daher auch nach Süden ausgerichtet und die Räume, die weniger genutzt werden, wie beispielsweise Hobbyraum, Hauswirtschaftsraum oder Schlafzimmer nach Norden. Optimal ausnutzen kann man den südlichen Heizeffekt indem für große Fensterfronten gesorgt wird. Alternativ dazu gibt es auch eine transparente Wärmedämmung. Bereits mit diesen Überlegungen sind wichtige Schritte in Richtung Energiesparen getan. Glatte Hausfronten, ohne Vorsprünge, helfen im übrigen auch dabei die Heizkosten im Rahmen zu halten.

Des Weiteren ist beim Bau auf einen sehr guten Wärmeschutz zu achten. Ferner gilt es Energieverluste durch Lüften zu vermeiden. Die Windverhältnisse wie auch die Umgebungstemperatur nehmen dabei einen großen Einfluss auf die Kosten der Heizenergie.

Beim Hausbau selbst ist auf eine gute Dämmung zu achten. Besonders empfehlenswert sind dabei Wärmedämmverbundsysteme, kurz WDVS, wobei Dämmplatten aus Polystyrol wegen des niedrigen Preises und der einfacheren Verarbeitung am beliebtesten. Alternativ stehen aber auch synthetische anorganische Dämmstoffe wie Mineralwolle oder natürlich organische Dämmstoffe wie Hanf, Kork, Schilf, Flachs oder Holzfaser hoch im Kurs. Auch wenn die biologischen Dämmstoffe etwas teurer sind, sind sie für den ökologischen Hausbau wichtig, da sie gesundheitlich unbedenklich sind.

Ein besonderes Augenmerk muss auch auf die Dämmung des Daches gelegt werden. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn der Dachboden als Wohnraum genutzt werden soll. In diesem Fall werden die Dachsparren gedämmt, während bei einer Nutzung als Stauraum eine preisgünstigere Dämmung der obersten Geschossdecke erforderlich ist. Die Dachdämmstoffe sind denen der Fassadendämmung gleich.

In der Planung sollte zudem darauf geachtet werden, dass Wärmebrücken vermieden werden. Wärmebrücken sind Stellen am Gebäude, die im Winter kälter als die sie umgebenden Mauerbereiche sind. Die Gefahr besteht darin, dass hier warme Luft kondensiert und so im Laufe der Zeit die betroffene Mauerstelle durchfeuchtet. Achtung: Schimmelgefahr. Um Wärmebrücken zu vermeiden müssen diese Stellen gedämmt werden. Typische Wärmebrücken sind: Balkone, Vordächer, Rollladenkästen, Fensterrahmen und Heizkörpernischen.

Zum energetischen Bauen gehört zudem der Punkt der Warmwasserbereitstellung und Beheizung des Hauses. Gerade im Bezug auf die Heizungsanlage haben Bauherren verschiedene Möglichkeiten, wie beispielsweise Wärmepumpen, die es als Erd-, Grundwasser- und Luftwärmepumpen gibt. Als sehr vorteilhaft haben sich Erdwärmepumpen erwiesen, die aber einen noch recht hohen Anschaffungspreis haben. Eine weitere Alternative sind Holzheizungen, die mit Scheitholz oder Holzpellets betrieben werden und nicht nur ein komplettes Haus beheizen, sondern auch für die Warmwasserversorgung verwendet werden können. Immer interessanter werden auch Blockheizkraftwerke, kurz BHKW, die es als Mini- und Micro-Blockheizkraftwerke für den privaten Haushalt gibt. Mit ihnen wird Strom produziert. Die dabei entstehende Wärme wird dann für Warmwasser und zum Heizen genutzt. Es gibt Modelle, die mit Biomasse betrieben werden. Am bekanntesten ist die Nutzung der Solarthermie, bei der mithilfe von Sonnenkraft geheizt und Wasser erwärmt wird. Mit einer leistungsfähigen Solarthermieanlage können bis zu 70 Prozent des Energiebedarfs abgedeckt werden.


Grundsätzlich ist für das energetische Bauen ein umfassendes Konzept erforderlich. Alle Möglichkeiten müssen berücksichtigt werden. Zudem muss auf die Zahl der Bewohner, die Wärmebedürfnisse und den Frischluftbedarf geachtet werden. Viele Bauherren nehmen an dieser Stelle die Angebote eines Energieberaters wahr, der u.a. auch über Fördermöglichkeiten des Bundes, der Länder und Kommunen Auskunft geben kann. Er weiß auch, für welche Bauvorhaben KfW-Förderprogramme infrage kommen.  

Dienstag, 8. April 2014

Energiewende – so könnte es klappen

Cristine Lietz  / pixelio.de 
Wie lässt sich die Energiewende in Europa verwirklichen? Dieser Frage widmeten sich jetzt Wissenschaftler der Helmut-Schmidt-Universität. Sie untersuchten wie ein Netz von Energiespeichern aussehen müsste, denn die Energiewende in Europa kann aufgrund fehlender Speichermöglichkeiten für nachhaltige Energie nicht vollständig umgesetzt werden. Die Forscher berechneten dazu exemplarisch den Energiespeicherbedarf für sechs Länder, entwickelten zudem Richtlinien für die Konstruktion von Energiespeichern und gaben Empfehlungen für die Verbesserung der regulatorischen Rahmenbedingungen auf europäischer und nationaler Ebene.

Ziel ist es, bis 2020 in ganz Europa 20 Prozent des Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien zu nutzen. Möglich wird dies nur wenn es flächendeckend Energiespeicher gibt – was derzeit nicht der Fall ist. Erst dann kann die Energie aus Windkraft oder Photovoltaik gespeichert und dem Bedarf angepasst werden und erst dann ist von einer sicheren und nachhaltigen Stromversorgung der Verbraucher die Rede.

Das Projekt „stoRE“ untersuchte die Möglichkeiten eine Speicher-Infrastruktur zu schaffen, mit der sich die politisch geforderte Integration von erneuerbaren Energien im Elektrizitätsnetz verwirklichen lässt. Durch die Erneuerbare-Energien-Direktive der Europäischen Union (2009/28/EG) wird den Mitgliedsstaaten vorgeschrieben, dass sie neue Möglichkeiten zur Energiespeicherung erschließen müssen. Die Mitgliedsstaaten sind dazu aufgefordert, nationale Aktionspläne für erneuerbare Energien zu erarbeiten. stoRE, dass sich aus neun Partnern aus sieben Ländern zusammensetzt, hat es sich zum Ziel gesetzt, eine Übereinkunft zwischen Energieversorgern, Umweltorganisationen und Gesetzgebern über die Anpassung der europäischen Energie- und Marktstruktur zu erzielen. Es wurden Vorschläge auf europäischer Ebene erarbeitet, die jetzt in den Gremien der Europäischen Kommission diskutiert werden.

Nach dreijähriger Laufzeit endet das Projekt am 30. April 2014. Auf der Website www.store-project.eu können die veröffentlichten Ergebnisse eingesehen werden.