Montag, 16. Dezember 2013

Intelligente Stromzähler: droht Haushalten neue Zwangsabgabe für Energie?

Andreas Morlok  / pixelio.de
Die Bundesregierung möchte die Einführung von intelligenten Stromzählern beschleunigen. Droht damit den Haushalten in Deutschland eine weitere Zwangsabgabe?

Erforderlich werden intelligente Stromzähler für die Nutzung von Energie in der Nacht. Deutsche Energieversorger weisen Verbrauchern schon lange darauf hin, dass sie noch besser in der Nacht Wäsche waschen oder den Geschirrspüler anschalten sollten und nicht am Tage. Wenn nämlich besonders viel Energie im Netz vorhanden, der Verbrauch aber gering ist – und das ist in der Nacht der Fall – sollen die Stromtarife besonders günstig werden. So der Plan.

Damit allerdings solch vergünstigte Tarife angeboten werden können, sind die intelligenten Stromzähler erforderlich. In Neubauten müssen sie seit 2010 installiert werden. Die bisher erhältlich Zähler ermöglichen einen Überblick über den Verbrauch. Neuere Geräte sollen den Verbrauch auch steuern können. Jedoch gibt es bislang kaum flexible Stromtarife und auch die Kunden zeigen wenig Interesse.

Einführung der Abgabe offen

Durch die Einführung einer neuen Abgabe will die Bundesregierung dies nun offenbar ändern. Angeblich will sie dem Einbau von intelligenten Stromzähler auf die Sprünge helfen, indem eine neue Zwangsumlage erhoben wird. Einem Konzept zufolge soll jeder Haushalt acht Euro im Jahr berappen, wenn er über einen alten Stromzähler verfügt. Der Einbau eines sog. Smart Meter kostet bis zu 72 Euro im Jahr. Die deutschen Haushalte können aber zunächst beruhigt sein. Es ist völlig offen, ob eine solche Zwangsabgabe wirklich kommt. Da jedoch das Thema Energie und die damit verbundenen ständig steigenden Kosten stets präsent sind, sollten Verbraucher Augen und Ohren offen halten und sich über derartige Neuerungen informieren.

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